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Ende August 2018 war es soweit: Engagierte Eltern gründeten in Osthofen die „Elterninitiative Osthofen“.

Vorangegangen war eine belebte Diskussion engagierte Osthofener Eltern rund um die Bedürfnisse von Familien in der Kleinstadt. Zur Sprache kamen dabei Themen wie sichere Schulwege, barrierefreie Straßenüberwege, politische Mitbestimmung von jungen Familien und vor allem das Betreuungsangebot für Grundschulkinder, speziell in den Randzeiten und den Ferien.

Die beiden Initiatorinnen Dr. Pia Müller und Susanne Tenhaf hatten sich im Vorfeld intensiv mit der aktuellen Situation beschäftigt: In vielen Familien arbeiten heute beide Elternteile und nicht alle Berufstätige können ihre Arbeitszeiten an die derzeit angebotenen Betreuungszeiten anpassen. Auch gibt es kaum Arbeitsstellen, die es erlauben, 12 Wochen Schulferien und fünf bewegliche Ferientage pro Jahr mit Urlaub zu überbrücken. Alleinerziehende stehen häufig vor noch größeren Herausforderungen. Die Initiatorinnen sind sich daher einig, dass ein Ausbau der Betreuungsangebote für Grundschulkinder dringend notwendig ist, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erzielen. “Nachweislich erhöht eine vorhandene Betreuungsstruktur die Erwerbsquote von Eltern, besonders von Frauen. Das ist positiv für die gesamte Gesellschaft und die Alterssicherung jedes Einzelnen. Es ist höchste Eisenbahn, dass sich für junge Familien etwas tut. Davon profitieren alle.“, so Dr. Pia Müller.
Bei Forderungen wollen die beiden es nicht belassen und sind bereits aktiv geworden. Sie haben sich erkundigt, welche funktionierenden Lösungen andere Kommunen anbieten und haben so auch Kontakt zum ersten Vorsitzenden des TV Dienheim, Hartmut Bräumer, hergestellt.

Mit viel Engagement wurde in Dienheim ein umfassendes Konzept erarbeitet, um an allen Ferien- und Brückentagen die Betreuung von Schulkindern von 7-17 Uhr sicherzustellen. “Eine große Erleichterung für viele arbeitende Eltern.“ merkt Susanne Tenhaf an und fügt hinzu: “In Osthofen gibt es bereits tolle Ferienangebote der TG Osthofen, dem Stadtjugendring, dem Jugendhaus und anderen. Wenn man die bestehenden Angebote und Betreuungszeiten ausweiten kann, wird es für Osthofener Eltern einfacher erwerbstätig zu sein bzw. zu werden.” Auf Einladung der beiden Initiatorinnen hat Hartmut Bräumer das „Dienheimer Modell“ bereits den Aktiven in Osthofen sowie Stadtbürgermeister Goller vorgestellt. Gemeinsam wird nun überlegt, wie man die dortigen Errungenschaften in Osthofen umsetzen kann.

Durch diese ersten Erfolge konnten weitere Eltern gewonnen werden, um sich zur „Elterninitiative Osthofen“ zusammenzuschließen, denn Betreuung soll bei weitem nicht das einzige Thema bleiben.

Osthofen wächst, viele junge Familien suchen sich Osthofen als Lebensmittelpunkt aus. Es ist zu begrüßen, wenn deren Stimmen auch in der Gestaltung der Zukunft unserer Stadt Gehör finden, da ist sich die Elterninitiative Osthofen einig.
Derzeit arbeitet die Initiative an einer Webpräsenz. Wer Kontakt aufnehmen möchte, erreicht die Elterninitiative unter Elterninitiative.Osthofen@gmail.com.